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Rente wird Problem bei Geringverdienern

25.06.2009

Das Rentensystem in Deutschland übersteht die Finanzkrise besser als die Alterssicherung in anderen Industrienationen. Aufgrund verschiedener Reformen müssen sich insbesondere Geringverdiener jedoch später auf spärliche Altersbezüge einstellen. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Rentenstudie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), in der die Alterssicherung in 30 westlichen Industriestaaten untersucht wurde.

Junge Menschen, die heute ins Arbeitsleben eintreten und ihre gesamte Berufszeit über unterdurchschnittlich verdienen, erhalten laut Studie durch die gesetzliche Rente einen so geringen Teil ihres bisherigen Einkommens ersetzt wie in keinem anderen Mitgliedsstaat der OECD.

Aus diesem Grunde setzt sich der SoVD für eine Mindestsicherung in der Rentenversicherung ein. „Es muss sichergestellt werden, dass langjährig Versicherte mit unterdurchschnittlichem Verdienst eine Rente erhalten, die über der Armutsgrenze liegt, fordert Adolf Bauer, Vorsitzender des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen.

In diesem Zusammenhang kritisiert er auch die aktuelle Debatte um die Rente mit 67. „Die Rente mit 67 verschärft das Risiko der Menschen, in Altersarmut zu geraten", erklärt er. Das Modell sei aus arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Gründen nicht vertretbar. Denn: Durch die Rente mit 67 werde die Lücke zwischen Berufsaustritt und Renteneintritt vergrößert und das Risiko von Altersarmut erhöht. „Die Alternative zur Rente mit 67 ist der Ausbau der gesetzlichen Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung“, sagt Bauer.

Hier können Sie sich die Broschüre "10 Forderungen des SoVD zur Verhinderung von Altersarmut" als pdf-Dokument herunterladen (871 KB).

 




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