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Jeder fünfte Niedersachse arbeitet zu Niedriglöhnen

20.08.2009

Immer mehr Menschen in Niedersachsen sind trotz Arbeit arm. Denn: Der Niedriglohnsektor vergrößert sich zunehmend. Das zeigt jetzt eine Studie des Instituts für Regionalforschung der Universität Göttingen im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Momentan arbeiten rund 21,5 Prozent der niedersächsischen Arbeitnehmer zu Niedriglöhnen – also für weniger als neun Euro pro Stunde.

Besonders betroffen sind der Untersuchung zufolge das Hotel- und Gaststättengewerbe, das Bäckereihandwerk, das Wach- und Sicherheitsgewerbe sowie der Einzelhandel. Dort erhalten Beschäftigte im Durchschnitt vier bis sechs Euro brutto in der Stunde. Trotz Vollzeitjob könnten Menschen ihre Existenz nicht mehr sichern und müssten ihren Lohn durch Sozialleistungen aufstocken. Das kostet den Staat alleine für Niedersachsen 420 Millionen Euro.

In diesem Zusammenhang fordert der SoVD-Landesverband Niedersachsen bereits seit einiger Zeit die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 7,50 Euro. „Mindestlöhne sind auch ein wichtiger Baustein zur Verringerung von Altersarmut", erklärt Adolf Bauer, Vorsitzender des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen. Er weist außerdem darauf hin, dass Niedriglöhne nicht allein die Arbeitnehmer treffen, sondern auch deren Familien und ganz besonders die Kinder. "Niedriglöhne bedeuten auch, dass Kinder in Armut aufwachsen. Mindestlöhne sind daher auch ein Beitrag gegen Kinderarmut."




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