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Pressemitteilung vom 9. Oktober 2009

Hannover

SoVD gegen rückwärtsgewandte Frauenpolitik

SoVD gegen rückwärtsgewandte Frauenpolitik

Der SoVD (Sozialverband Deutschland e.V.) kritisiert die Pläne des niedersächsischen Sozialministeriums zur Auflösung seiner eigenständigen Frauenabteilung. Nach Medienberichten könnte es zur Zusammenlegung mit der Abteilung Jugend und Familie kommen.

„Wir befürchten eine Reduzierung der Frauenpolitik auf den Bereich der Familie. Das wäre rückwärtsgewandt“, sagt SoVD-Landesfrauensprecherin Elisabeth Wohlert. Nach Auffassung des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen muss die Frauenpolitik ein eigenständiger Bereich bleiben, um nicht mit der Familienpolitik gleichgesetzt zu werden. „Das Leben und die Arbeit von Frauen dreht sich um mehr als ausschließlich um Familie und Kinder“, bekräftigt Wohlert.

Mit dieser Entscheidung wird die politische Kraft der Frauen in Niedersachsen nach Ansicht des SoVD ebenso geschwächt wie durch die Reduzierung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Jahr 2005. „Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise und wachsender Lohnungleichheit zugunsten der Männer muss die Frauenpolitik in Niedersachsen wieder besondere Bedeutung erlangen. Diese Entscheidung ist eindeutig ein falsches Signal“, betont Wohlert.




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