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Nicht nur Familie und Kinder

Der SoVD-Landesverband Niedersachsen kritisiert die Pläne des niedersächsischen Sozialministeriums zur Auflösung seiner eigenständigen Frauenabteilung. Nach Medienberichten könnte es zur Zusammenlegung mit der Abteilung Jugend und Familie kommen.


„Wir befürchten weiterhin eine Reduzierung der Frauenpolitik auf den Bereich der Familie. Das wäre rückwärtsgewandt“, sagt SoVD-Landesfrauensprecherin Elisabeth Wohlert. Nach Auffassung des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen muss die Frauenpolitik ein eigenständiger Bereich bleiben, um nicht mit der Familienpolitik gleichgesetzt zu werden. „Das Leben und die Arbeit von Frauen dreht sich um mehr als aus-schließlich um Familie und Kinder“, bekräftigt Wohlert. Mit dieser Entscheidung wird die politische Kraft der Frauen in Niedersachsen nach Ansicht des SoVD ebenso geschwächt wie durch die Reduzierung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Jahr 2005.

„Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise und wachsender Lohnungleichheit zugunsten der Männer muss die Frauenpolitik in Niedersachsen wieder besondere Bedeutung erlangen. Alles andere wäre eindeutig ein falsches Signal“, betont Wohlert.


Ein Sprecher des niedersächsischen Sozialministeriums wies darauf hin, dass das Ministerium auch weiterhin mit einer eigenen Abteilung für die Interessen von Frauen plane. Zwar gehe eine Abteilungsleiterin im kommenden Jahr in den Ruhestand, allerdings habe es noch keine weiteren internen Entscheidungen gegeben.




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