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Riesterrente verfehlt Zweck der Reform

18.11.2009

Insbesondere Arbeitnehmer mit einem geringen Einkommen sollen durch die Riesterrente mehr sparen. Dadurch sollen sie im Alter aufgrund ihrer geringeren gesetzlichen Rente nicht schlechter dastehen als die heutigen Rentner. Eine Studie des Instituts für Makroökonomik und Konjunkturforschung (IMK) deutet jetzt jedoch daraufhin, dass dieses Vorhaben nicht aufgeht. Anhand des Sozio-oekonomischen Panels haben die Forscher die Angaben von deutschen Haushalten mit Riestersparplänen und einem Jahreseinkommen unter 25.000 Euro ausgewertet.

Das Ziel der Reform wäre erreicht, wenn die Betroffenen nach der Riesterreform höhere Beiträge beiseite legen würden als früher. Das konnten die Forscher in ihrer Untersuchung allerdings nicht bestätigen. Vielmehr habe die Riesterreform wahrscheinlich keinen Einfluss darauf, ob Haushalte mit einem geringen Einkommen überhaupt sparen oder wie hoch die Sparquote ist. Es sei hingegen eher zu einer Umschichtung der Ersparnisse gekommen.

Eine negative Bilanz der Riesterreform zieht auch eine weitere Untersuchung des IMK. Demzufolge hat der Ausbau der privaten Rentenversicherung Deutschland insgesamt geschadet und von 2002 bis 2007 rund ein Prozent der Wirtschaftsleistung gekostet. Das IMK kommt deshalb zu dem Schluss, dass es gesamtwirtschaftlich effizienter gewesen wäre, die gesetzliche Rente weiter zu stützen.




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