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Hartz IV: Recht auf eigene Wohnung

Ein Hartz-IV-Empfänger muss nicht in einer Obdachlosenunterkunft wohnen. Vielmehr ist er berechtigt, eine eigene Wohnung zu beziehen. Das entschied jetzt das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen. Die Richter gaben damit dem 59-jährigen Kläger Recht. Der Hartz-IV-Empfänger war von einem Übergangswohnheim in eine von ihm selbst angemietete Wohnung gezogen.

Nach dem Umzug wollte die zuständige Behörde jedoch nur die Kosten in Höhe für das Zimmer im Wohnheim übernehmen. Die Essener Richter stellten in ihrem Urteil nun jedoch fest, dass der Umzug des Mannes erforderlich war. Die Behörde dürfe ihn nicht auf die Obdachlosenunterkunft verweisen. Die Miete der Wohnung müsse jedoch der sogenannten Referenzmiete vor Ort entsprechen und angemessen sein (Az.: L 19 B 297/09 AS ER).




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