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Gesundheit: Kopfpauschale unsolidarisch und teuer

12.01.2010

In ihren Koalitionsverhandlungen haben sich CDU, CSU und FDP auf die Einführung einer sogenannten Kopfpauschale geeinigt. Dabei soll der Arbeitgeberbeitrag zur Krankenversicherung eingefroren werden, während der Anteil der Arbeitnehmer einkommensunabhängig berechnet wird. Dass dieses System nicht nur unsolidarisch, sondern auch teuer wird, zeigt nun eine Studie der Universität Köln.

So geht etwa die AOK derzeit davon aus, dass auf die Versicherten eine Pauschale von 140 bis 145 Euro zukommen würde. Als Folge hätten rund 36 Millionen Menschen in Deutschland Anspruch auf den Sozialausgleich, mit dem Betroffene entlastet werden sollen. Dies wiederum würde der Studie zufolge Kosten für den Bundeshaushalt in Höhe von über 35 Milliarden Euro bedeuten.

Bereits im Oktober 2009 kündigte der SoVD massiven Widerstand gegen die Pläne der Bundesregierung an. „Die solidarische Krankenversicherung ist einer der wichtigsten Grundpfeiler des Sozialstaates. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Solidarität im Gesundheitssystem“, betonte der SoVD-Landesvorsitzende Adolf Bauer in diesem Zusammenhang.




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