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Deutsche oft beim Arzt – Praxisgebühr schreckt Geringverdiener ab

20.01.2010

Die Deutschen gehen so häufig wie nie zuvor zum Arzt. Mehr als 18 Mal pro Jahr suchen sie Arztpraxen auf. Das zeigt jetzt der aktuelle Arztreport der Krankenkasse „Barmer GEK“. Pro Patient hat der Arzt jedoch nur durchschnittlich acht Minuten Zeit. Darüber hinaus sei auch die Gesundheitsvorsorge in Deutschland ausbaufähig. Obwohl viel Geld für die Vorsorge ausgegeben werde, erreiche das Angebot nur wenige Menschen – und dabei vornehmlich Patienten aus der Mittelschicht und weniger sozial Schwache.

Kranke mit einem geringen Einkommen profitieren jedoch nicht nur weniger von der Gesundheitsvorsorge, sondern verzichten aufgrund der Praxisgebühr eher auf einen Arztbesuch als Patienten mit einem höheren Einkommen. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der Helmholtz-Gesellschaft und der Bertelsmann-Stiftung. Dauerhaft erkrankte Menschen mit einem monatlichen Einkommen bis 600 Euro verschieben oder vermeiden demnach wegen der zehn Euro zweieinhalb Mal öfter einen Arztbesuch als Menschen, die monatlich über mehr als 2.400 Euro verfügen.




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