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Pressemitteilung vom 2. März 2010

Hannover

Behindertenrechte rasch umsetzen

Noch immer ist der Regelschulbesuch für die meisten Kinder mit Behinderung die Ausnahme. Dies muss sich nach Überzeugung des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen e.V. zügig ändern.

Der SoVD hat Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann jetzt ein Gutachten des Mannheimer Professors Eibe Riedel zur inklusiven Bildung von behinderten und nicht behinderten Kindern übergeben. Darin kommt der führende Völkerrechtler zu dem Ergebnis, dass die UN-Behindertenrechtskonvention den Bundesländern eine rasche Umsetzung der Inklusion auferlegt.

Im Gespräch mit der Ministerin machten Adolf Bauer vom SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. und Elke Lengert von der Bundesarbeitsgemeinschaft „Gemeinsam leben - gemeinsam lernen“ dies deutlich. „Die UN-Konvention gilt bereits seit rund einem Jahr. Deshalb muss die inklusive Bildung in Niedersachsen nun kräftig angeschoben werden, um die Regelungen der Vereinten Nationen in die Tat umzusetzen“, sagte SoVD-Landesvorsitzender Bauer im Kultusministerium.

Allerdings teilte er Heister-Neumanns Ansicht, dass eine solche Systemveränderung erst einmal wachsen müsse und Niedersachsen sich derzeit in einer Umstellungsphase befinde. „Uns geht die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention jedoch zu langsam“, mahnte er. „Schon jetzt gibt es Schulen, die bereit sind mitzumachen. Diese sind der fruchtbare Boden, mit dem man sofort arbeiten kann“, erläuterte Elke Lengert. „Die Bundesarbeitsgemeinschaft und der SoVD werden die Schritte der Landesregierung genau verfolgen und stehen dem Kultusministerium weiterhin gerne für Gespräche zur Verfügung“, ergänzten Lengert und Bauer übereinstimmend.

 




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