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Jeder Fünfte arbeitet in Deutschland für niedrigen Lohn

Jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland erhält nur einen Niedriglohn. Das teilte jetzt das Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen mit. Demnach haben 2008 etwa 21 Prozent der Beschäftigten einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle der Industrienationen erhalten. Insgesamt seien über 6,5 Millionen Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor tätig – so viele wie nie zuvor.

Der Untersuchung zufolge ist die Zahl derjenigen, die für einen niedrigen Lohn arbeiten, innerhalb von zehn Jahren um 2,3 Millionen Menschen gestiegen. Dabei orientiert sich das IAQ bei der Definition des Begriffs „Niedriglohn“ an der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). So liegt die Niedriglohnschwelle in Westdeutschland bei 9,50 Euro, in Ostdeutschland bei 6,87 Euro.

Die Wissenschaftler stellten des Weiteren fest, dass Minijobber, junge Arbeitnehmer unter 25 Jahren, Ausländer, Frauen, gering Qualifizierte sowie befristet Angestellte besonders stark von Niedriglöhnen betroffen sind. In den europäischen Nachbarländern sei der Niedriglohnanteil in den vergangenen Jahren sehr viel niedriger gewesen.




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