Startseite Ihres Sozialverbandes (Landesverband Niedersachsen) > Themen > Behinderung > Aktuelles > Gemeinsames Lernen kommt in Niedersachsen kaum voran


SoVD - Sozialverband Deutschland e.V. - Startseite

Gemeinsames Lernen kommt in Niedersachsen kaum voran

Der Ausbau des gemeinsamen Unterrichts für Kinder mit und ohne Behinderung kommt in Niedersachsen nur sehr schleppend voran. Während im Bundesdurchschnitt knapp 15 Prozent der Schüler mit Förderbedarf eine Regelschule besuchen, liegt der Wert für Niedersachsen gerade einmal bei 6,6 Prozent. Das geht aus einer Studie des Bildungsforschers Klaus Klemm hervor, die im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung durchgeführt wurde.

Die inklusive Bildung endet in Deutschland in den meisten Fällen bereits nach dem Besuch einer Kindertagesstätte. Während bundesweit 60 Prozent der Kinder mit Förderbedarf gemeinsam mit anderen Altersgenossen spielen und lernen, liegt ihr Anteil in Niedersachsen bei nur knapp 37 Prozent. In der Grundschule besuchen im Bundesdurchschnitt nur noch 34 Prozent eine inklusive Bildungseinrichtung. Beim Übergang auf die weiterführende Schule wechseln dann erneut Kinder auf Förderschulen, weil entsprechende inklusive Bildungsangebote fehlen.

Der SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. fordert bereits seit langem, die inklusive Bildung in Niedersachsen stärker voranzutreiben. „Was in Niedersachsen fehlt, ist der eindeutige politische Wille der Landesregierung“, betont SoVD-Landesvorsitzender Adolf Bauer. „Das zeigt sich wieder einmal daran, dass die aktuelle Schulgesetznovelle nicht genutzt wurde, um den Vorrang des gemeinsamen Lernens gesetzlich festzuschreiben“, fasst Bauer zusammen.

Hier können Sie sich die Studie als pdf-Dokument herunterladen.

Hier können Sie sich den Länderbericht für Niedersachsen als pdf-Dokument herunterladen.




>> Zum Seitenanfang