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Heilmethoden steuerlich absetzbar

Auch nicht anerkannte Heilmethoden können als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden. Das geht aus einem Urteil des Bundesfinanzhofes hervor. Dabei müsse die Behandlung jedoch von einer Person vorgenommen werden, die zur Ausübung der Heilkunde zugelassen ist. Außerdem müsse die jeweilige Behandlung auch von einem zugelassenen Arzt verschrieben werden.

Der Bundesfinanzhof gab damit einem Ehepaar Recht. Die an Krebs erkrankte Ehefrau unterzog sich nach einer Operation einer Therapie mit dem Arzneimittel Ukrain, das allerdings nicht in Deutschland oder anderen europäischen Ländern zugelassen ist. In ihrer Einkommensteuererklärung machte das Ehepaar die Behandlungskosten von 30.000 Euro geltend. Die Richter wiesen darauf hin, dass in diesem Fall nicht die medizinische Notwendigkeit für die Anerkennung entscheidend ist, sondern die Ausweglosigkeit der Lebenssituation als Grund ausreicht.




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