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Wohnungssuche innerhalb von sechs Monaten

Empfänger von Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) müssen sich innerhalb von sechs Monaten intensiv um eine neue und angemessene Wohnung kümmern. Das geht jetzt aus einem Urteil des bayerischen Landessozialgerichts hervor. Verhandelt wurde dabei der Fall eines Hartz-IV-Empfängers, dessen 91 Quadratmeter große Wohnung 900 Euro Miete kostete. Von der zuständigen Behörde wurde er daraufhin aufgefordert, sich eine angemessene Wohnung zu suchen.

Der Hartz-IV-Empfänger gab jedoch an, an verschiedenen Allergien zu leiden, weshalb die Wohnung besondere Voraussetzungen erfüllen musste. Als der Betroffene jedoch nach einem Jahr keine entsprechende Wohnung gefunden hatte, stellte die Behörde die volle Mietübernahme ein. Daraufhin beantragte der Hartz-IV-Empfänger die Übernahme der inzwischen entstandenen Mietrückstände beim Sozialgericht. Dieses lehnte die Beschwerde des Mannes jedoch ab. Hartz-IV-Empfänger seien verpflichtet, sich innerhalb von sechs Monaten intensiv um eine Wohnung zu bemühen. Die Übernahme von unangemessen hohen Wohnkosten sei nicht gerechtfertigt (Az.: L 7 AS 391/10 B ER).




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