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Pressemitteilung vom 8. März 2011

Hannover

Niedersachsen lässt Pflegebedürftige Zeche zahlen

Der SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. verurteilt die Millionen-Kürzungen der Landesregierung zu Lasten der Betroffenen bei der Kurzzeitpflege.
„Die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen bekommen diese grausamen Streichungen nun massiv zu spüren“, berichtet der SoVD-Landesvorsitzende Adolf Bauer. Das Sozialministerium hatte für das laufende Jahr Zuschüsse in Höhe von sechs Millionen Euro für Kurzzeitpflegeplätze gestrichen, die zu Dauerpflegeeinrichtungen gehören. Aktuell gibt es die Förderung nur noch, wenn die Kurzzeitpflege in Einrichtungen stattfindet, die keinerlei Dauerpflege anbieten.

„Diese Einschränkung ist doppelt ungerecht. Dadurch steigen für die meisten Pflegebedürftigen und ihre pflegenden Angehörigen die Kosten für die Kurzzeitpflege, so dass sie diese dringend notwendige Entlastung kaum noch finanzieren können. Außerdem gibt es gerade auf dem Land viel zu wenige reine Kurzzeitpflegeeinrichtungen, wodurch Betroffene schlicht keine Ausweichmöglichkeit haben“, bemängelt Bauer.

Kurzzeitpflege kann innerhalb eines Jahres für bis zu vier Wochen in Anspruch genommen werden. Die pflegebedürftige Person wird dabei in einer stationären Einrichtung oder einer Pflegewohnung untergebracht, damit den pflegenden Angehörigen zum Beispiel Kuren oder Urlaube möglich sind.  
„Der Grundsatz ambulant vor stationär darf nicht ausgehebelt werden. Darum muss das Land den Investitionskostenzuschuss wieder für alle Kurzzeitpflegeplätze gewähren“, fordert der SoVD-Landesvorsitzende.




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