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Demenzerkrankung wird häufig nicht festgestellt

Weltweit leben einer Schätzung zufolge 36 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Bei bis zu 75 Prozent von ihnen ist die Krankheit jedoch nicht diagnostiziert worden. Zu dem Schluss kommt jetzt der Welt-Alzheimerbericht des King’s College in London. Demnach gibt es derzeit etwa 27 Millionen Menschen mit einer unentdeckten Demenzerkrankung. In vielen Fällen seien die Mediziner der Auffassung, dass Demenz eine normale Folge des Älterwerdens sei. Derzeit liege die Erkennungsquote in Industrieländern zwischen 20 und 50 Prozent.

Dies habe jedoch Konsequenzen für die Betroffenen: Ihnen werden durch die fehlende Diagnose der Zugang zu Medikamenten und Therapien verwehrt. Der Untersuchung zufolge fanden Experten heraus, dass Medikamente umso effektiver sind, je früher sie zur Anwendung kommen. Außerdem spreche auch ein wirtschaftliches Argument für eine rechtzeitige Feststellung der Krankheit: Pro Patient könnten etwa 7.500 Euro dadurch eingespart werden, dass der Betroffene später in einem Heim untergebracht oder im Krankenhaus behandelt werden müsse. Ein frühzeitiges Eingreifen könne darüber hinaus die Lebensqualität und Unabhängigkeit der Patienten verbessern.

Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Welt-Alzheimerbericht (auf Englisch).




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