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Pressemitteilung vom 1. November 2011

Hannover

SoVD begrüßt Gesetzesentwurf zur Inklusion - Kritik an Doppelstrukturen

Zu dem vorgestellten Gesetzesentwurf zur Einführung der inklusiven Schule in Niedersachsen durch Kultusminister Bernd Althusmann, erklärt Adolf Bauer, erster Vorsitzender des SoVD- Landesverband Niedersachsen e.V.:

„Wir begrüßen, dass Ministerpräsident McAllister seine Ankündigung, noch in diesem Jahr einen Gesetzesentwurf vorzulegen, kurz vor Toresschluss doch noch wahr gemacht hat. Das ist ein Bekenntnis zu einer Schule für alle Kinder, die in Niedersachsen längst überfällig ist.“

„Kritisch sehen wir, dass die Landesregierung zwar die inklusive Schule für alle Kinder einführen will, aber gleichzeitig ein Elternwahlrecht zementiert. Das bedeutet in der Praxis, dass zwei komplett ausgestattete Systeme vorgehalten werden müssen: Regel- und Förderschule. Wie das finanziert werden soll, bleibt das Geheimnis von Herrn McAllister und Herrn Althusmann.“

Bauer erinnert daran, dass die UN-Behindertenkonvention bereits seit 2009 in Deutschland gilt. Danach soll der gemeinsame Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern die Regel sein.

„Jetzt kommt endlich auch in Niedersachsen Bewegung in die Sache“, resümiert Bauer die jahrelange Hängepartie der Landesregierung. „Wir werden die Gesetzesvorlage genau prüfen und auch ein besonderes Auge auf die untergesetzliche Ausgestaltung haben. Wo es Not tut, werden wir den Finger in die Wunde legen“.




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