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Agentur für Arbeit muss Gebärdendolmetscher bezahlen

Die Bundesagentur für Arbeit muss den Gebärdendolmetscher für einen gehörlosen Auszubildenden bezahlen. Das geht aus einem Urteil des rheinland-pfälzischen Oberverwaltungsgerichts hervor. In dem verhandelten Fall geht es um einen 20-jährigen gehörlosen Mann, der 2008 eine Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugmechaniker begonnen hatte. Für die Berufsschule stellte ihm das zuständige Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung einen Dolmetscher zur Verfügung.

Die bisher entstandenen Kosten – bisher etwa 7.500 Euro – wollte das Landesamt nun von der Bundesagentur für Arbeit erstattet bekommen. Das lehnte die Behörde jedoch ab. Die Koblenzer Richter bestätigten jetzt jedoch die Auffassung des Landesamtes. Da es sich bei dem Gebärdendolmetscher um „eine Maßnahme zur beruflichen Rehabilitation im Rahmen der Arbeitsförderung“ handele, müssten die Kosten auch von der Bundesagentur übernommen werden, die Träger solcher Maßnahmen ist (Az.: 7 A 10405/11).




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