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Pressemitteilung vom 14. Dezember 2011

Hannover

Inklusion: SoVD befürchtet Mogelpackung

Anlässlich der morgigen Anhörung im Landtag zum Gesetz zur Einführung der inklusiven Schule in Niedersachsen fordert der SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. die Landesregierung zu entschlossenem Handeln auf. „Die inklusive Schule stellt die Weichen für eine inklusive Gesellschaft“, erklärt Adolf Bauer, Erster Vorsitzender des SoVD-Landesverbandes. „Deshalb muss die Politik Nägel mit Köpfen machen.“ Der derzeit vorliegende Gesetzentwurf gehe zwar in die richtige Richtung, sei aber zu langsam und zu unentschlossen. 

So sei nicht hinnehmbar, dass die Landesregierung fast alle Förderschulen weiterhin bestehen lassen wolle. „Wird Inklusion ernstgenommen, müssen die Förderschulen und Tagesbildungsstätten schrittweise abgebaut werden“, so Bauer. Andernfalls sei das  Gesetz eine Mogelpackung. „Inklusive Schule steht drauf und alte Schule ist drin“, erklärt Bauer weiter.

Auch die verbindliche Umsetzung der inklusiven Schule erst zum Schuljahr 2013/14 stößt auf Kritik beim größten Sozialverband Niedersachsens. „Nachdem der Starttermin immer wieder verschoben wurde,  kann unserer Ansicht nach bereits mit dem nächsten Schuljahr im August 2012 mit der inklusiven Schule gestartet werden“, sagt Bauer. „Wozu noch warten? Stolpersteine wird es auch in einem Jahr noch geben. Die Landesregierung muss sich endlich trauen.“ 

An der zweitägigen Anhörung nehmen neben dem SoVD-Landesverband auch weitere Verbände und Initiativen teil. 

Hier können Sie sich die SoVD-Stellungnahme als pdf-Dokument herunterladen.

Hier können Sie sich den Gesetzentwurf als pdf-Dokument herunterladen.




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