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Pressemitteilung vom 30. Dezember 2011

Hannover

SoVD fordert geeignete Arbeitsplätze für Ältere

Der Sozialverband SoVD-Landesverband Niedersachsen fordert von der Landesregierung und den Arbeitgebern, die Voraussetzungen zu schaffen, damit ältere Menschen bis zum regulären Renteneintrittsalter arbeiten können. 

Die Quote der Frührentner liegt nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung für den Bereich Braunschweig-Hannover im vergangenen Jahr  bei 47,3 Prozent und damit nur leicht unter dem Bundesvergleich (47,5 Prozent). Insgesamt sind im Bereich der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover im vergangenen Jahr 19.058 Menschen in Altersrente gegangen, davon 9.019 vor Erreichen des Regelrentenalters von 65 Jahren. Im Jahr 2006 lag die Quote der Rentner, die trotz eines Abschlags vorzeitig in Rente gegangen sind, noch bei 37,3 Prozent. 

„Wenn ich mir die Zahlen angucke, wird mir im Hinblick auf die Rente mit 67 Angst und Bange“, erklärte Adolf Bauer, Vorsitzender des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen. „Denn längst nicht alle entscheiden sich aus freien Stücken für die Frührente – und können sich die Abschläge auch leisten.“ Man könne nicht auf der einen Seite Arbeitskräftemangel beklagen und auf der anderen Seite Menschen mit großem Erfahrungsschatz in die Frührente schicken. „Wenn wir da nicht gegensteuern, läuft die Rente mit 67 auf eine riesige Rentenkürzung hinaus – und ist ein großer Schritt in Richtung Altersarmut.“

Der größte Sozialverband in Niedersachsen fordert, die Chancen für Ältere auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Außerdem müssten die Arbeitgeber in den Betrieben die Arbeitsplätze altersgemäß gestalten. „Ich denke da an Ausbildung und Mentoring, aber nicht an 65-Jährige, die noch Dächer eindecken oder auf Gerüsten herumklettern“, so Bauer. 




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