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Pressemitteilung vom 17. Februar 2012

Hannover

Tag der sozialen Gerechtigkeit: SoVD fordert Politik des sozialen Zusammenhalts

Anlässlich des Welttages der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar 2012 warnt der SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. vor dem Verlust der sozialen Mitte und fordert mehr Ausgleich zwischen Arm und Reich.

„Wir beobachten mit großer Sorge die weitere Zunahme der ungleichen Einkommensverteilung“, erklärt Adolf Bauer, Landesvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. „Vor allem die Zunahme des Niedriglohnbereiches verschärft die soziale Ungleichheit.“

Mittlerweile arbeiten bundesweit 22,8 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten im Niedriglohnbereich. „Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander“, warnt Bauer. Mittlerweile hätten die oberen zehn Prozent in der Einkommenshierarchie in Deutschland achtmal so viel Geld zur Verfügung wie die unteren zehn Prozent.

„Damit wird eine Spirale in Gang gesetzt, die sich nicht so leicht wieder einfangen lässt“, so Bauer. „Die Leute können heute nicht von ihren Löhnen leben und morgen nicht von ihren Renten“. Schon heute lebe jeder 7. Niedersachse unterhalb der Armutsgrenze.

Der SoVD fordert deshalb die Mitglieder des Niedersächsischen Landtages auf, sich für eine zukunftsfähige Steuer- und Haushaltspolitik einzusetzen, in der sozialer Zusammenhalt, Arbeitsplätze und Bildung Vorrang haben. „Eine höhere Besteuerung der Unternehmensgewinne und die Anhebung des Spitzensteuersatzes und stärkere Besteuerung großer Erbschaften sind dazu unerlässlich“, sagt Bauer abschließend.




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