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Neurodermitis: Patienten müssen rezeptfreie Medikamente selbst zahlen

Patienten mit Neurodermitis müssen auch weiterhin ihre rezeptfreien Medikamente selbst bezahlen. Das hat jetzt das Bundessozialgericht bestätigt. Der Auffassung der Kasseler Richter zufolge hat in dem verhandelten Fall die Krankenkasse zu Recht abgelehnt, die Kosten für rezeptfreie Fettsalben und Ölbäder zu übernehmen. Damit wiesen sie die Revision der Klägerin zurück, die an schwerer Neurodermitis leidet und rund 500 Euro im Monat für die Arzneimittel ausgibt.

Sie hatte argumentiert, dass die Salben für sie notwendig seien und sie auf die Medikamente angewiesen sei. Dem widersprachen jetzt die Richter: Die Klägerin habe weder nach dem Gesetz noch nach der Satzung der Krankenkasse einen Leistungsanspruch auf die Arzneimittel.

Nach Angaben der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DGG) leiden in Deutschland 2,5 Millionen Erwachsene und 2 Millionen Kinder unter Neurodermitis. Zudem gebe es etwa 15 Millionen Risikopatienten.

Bei Fragen zu diesem Thema können sich Betroffene an die rund 60 SoVD-Beratungszentren in Niedersachsen wenden. Eine Übersicht ist hier abrufbar.




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