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Studium: Bei Assistenz keine zusätzliche Hard- und Software

Sofern eine Studentin mit Behinderung bereits im Rahmen der Eingliederungshilfe Studienassistenzdienste im Umfang von 18 Stunden täglich erhält, hat sie keinen zusätzlichen Anspruch auf ein Laptop sowie eine Spracherkennungssoftware. Das geht aus einem Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg hervor.

Den Stuttgartern Richtern zufolge wurde durch die Gewährung der Assistenzzeit bereits ein Ausgleich des durch die Behinderung bedingten Mangels geschaffen. Im vorliegenden Fall hatte eine Studentin seit August 2010 eine Assistenz für 18 Stunden erhalten. Dass diese Unterstützung nicht mehr ausreichend ist, hat sie nicht deutlich gemacht.

Der geringe Grad an Selbstständigkeit, den die Studentin durch das Laptop und die Software zu erlangen hofft, stehe nicht im Verhältnis zu der kostenintensiven Anschaffung. Außerdem werde sie im Sommersemester 2012 ihr Studium beenden, und das Notebook werde nur zu Studienzwecken benötigt. Vielmehr könne die Klägerin an ihrer Hochschule ein Laptop ausleihen. Mit 47,37 Euro schlägt die Software nach Auffassung der Richter nicht stark zu Buche, so dass sie gegebenenfalls von der Studentin selbst angeschafft und auf das geliehene Laptop gespielt werden könne (Az.: L 2 SO 906/12 B).




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