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Pflegeberufe: Schlecht bezahlt und körperlich erschöpfend

Beschäftigte, die in der Pflegebranche tätig sind, sind zwar mit ihrer Arbeit zufrieden, empfinden sie aber als sehr stressig und auch körperlich belastend. Das ergab jetzt eine Befragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung unter 3.550 Arbeitnehmern aus der Kranken- und Altenpflege.

Die Ergebnisse zeigen zudem, dass die Prinzipien „Faire Löhne“ und „Gute Arbeit“ noch keineswegs zufriedenstellend umgesetzt sind. Denn: Die Zufriedenheit mit der Bezahlung im Pflegesektor fällt im Durchschnitt der Beschäftigten gering aus. Der Studie zufolge liegt das durchschnittliche Bruttomonatseinkommen bei einer Vollzeitstelle ohne Sonderzahlungen bei 2.360 Euro.

Außerdem bestehen in den Pflegeberufen – wie bei den Arbeitnehmern insgesamt – deutliche Unterschiede bei den Einkommen zwischen Frauen und Männern sowie zwischen befristet und unbefristet Angestellten. Während Frauen durchschnittlich 11,7 Prozent weniger verdienen als Männer, verzeichnen befristet Beschäftigte gegenüber den unbefristeten sogar einen Einkommensrückstand von durchschnittlich 18 Prozent. Besonders hoch ist der Anteil der befristet eingestellten Arbeitnehmer im Bereich der gering bezahlten Tätigkeiten, etwa bei Helfern und Altenpflegern.

Der SoVD bildet seit langem eine starke Lobby für hilfe- und pflegebedürftige Menschen gegenüber der Politik und Gesellschaft. Die Forderung von besseren Lohn- und Arbeitsbedingungen im Pflegebereich, mehr Unterstützung und Anerkennung für pflegende Angehörige, maßgeschneiderte Leistungen für Pflegebedürftige und eine gerechte Finanzierung des Pflegesektors stehen dabei im Mittelpunkt.

Um diesen Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen, hat der SoVD gemeinsam mit anderen Institutionen – wie etwa der AWO, den Paritäten und dem DGB – das „Bündnis für gute Pflege“ gegründet. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.




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