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Pressemitteilung vom 9. November 2012

Hannover

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen: „Das Betreuungsgeld muss weg!“

„Es ist unsäglich mitanzusehen, dass wider besseres Wissen ein unsinniges Vorhaben beschlossen werden soll“, erklärte SoVD-Landesvorsitzender Adolf Bauer am Freitag zur abschließenden Bundestagsabstimmung über das Betreuungsgeld. Die Folgen dieser Entscheidung träfen Niedersachsen und vor allem die Kommunen über Bande. Bauer unterstrich die Notwendigkeit, finanzielle Mittel in den Ausbau öffentlicher Betreuungsangebote zu investieren. Aus Sicht des SoVD würden dadurch insbesondere Alleinerziehende besser unterstützt.

„Alleine in Niedersachsen fehlen 20.000 Plätze. Ein schneller Kita-Ausbau würde vor allem einkommensschwachen Familien helfen“, so Bauer. Er warnte zudem vor den sozialen Langzeitfolgen des Betreuungsgeldes. „Die Mischung aus unterbrochenen und schlecht entlohnten Arbeitsverhältnissen führt geradewegs in Armutsrenten. Diese Abwärtsspirale fördert das Betreuungsgeld“, erklärte Bauer. „Zum Glück ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Ob das Gesetz wirklich Bestand hat, steht in den Sternen. Denn nicht ohne Grund melden Verfassungsrechtler schon jetzt Zweifel an“, so Bauer.




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