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Automaten sollen bedienerfreundlicher werden

Wie müssen Fahrkartenautomaten funktionieren, die an die spezifischen Bedürfnisse von älteren und behinderten Menschen angepasst sind? Mit dieser Frage beschäftigt sich das EU-weite Projekt „APSIS4all“, an dem neben dem SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. unter anderem auch die Unternehmen Höft & Wessel und CURE aus Österreich beteiligt sind. Das Ziel des Projektes: Mehr Bedienerfreundlichkeit für die Zielgruppe. So soll beispielsweise die an den Automaten genutzte Software optimiert werden, damit die Sprachausgabe oder auch die Größe der Bedienfelder angepasst werden können.

Deshalb hat der SoVD in Niedersachsen durch gezielte Befragungen die Anforderungen an einen Fahrkartenautomaten analysiert. Eine Gruppe aus älteren Personen, Blinden und Menschen mit Sehbehinderungen sollten während eines Praxistests eine Fahrkarte kaufen Im Anschluss wurden sie mit Hilfe eines Fragebogens zu ihren Erfahrungen befragt.

Dabei wurde deutlich, dass es bei den Fahrkartenautomaten, die derzeit im Einsatz sind, noch Verbesserungsbedarf gibt. Insbesondere Menschen, die blind sind oder eine Sehbehinderung haben, stießen bei den Tests  auf große Schwierigkeiten. Die Ergebnisse der Befragung  fließen direkt in die Entwicklung der Ticketautomaten und der entsprechenden Software durch Höft & Wessel ein.

Aus den Ergebnissen der Befragung  wurde eine Karte - die sogenannte „SmartCard“ - entwickelt, die ab Anfang des kommenden Jahres bei dem in Paderborn ansässigen Verkehrsunternehmen „PaderSprinter“ erprobt wird. Mit dieser Karte soll die Bedienung der Automaten künftig einfacher werden. Denn: Auf der Karte sind individuelle Nutzerdaten, wie etwa Schriftgröße, Farbe und Kontrast der Bedieneroberfläche, abgespeichert. Sobald die Karte in den Fahrkartenautomaten eingeführt wird, werden die jeweiligen benötigten Einstellungen übertragen und angezeigt. Die Automaten stellen sich somit von selbst auf die persönlichen Bedürfnisse und Präferenzen des einzelnen Fahrgastes ein.

Mit der neuen Software und der „SmartCard“ verringern sich die Eingaben, die der Nutzer für den Kauf einer Fahrkarte tätigen muss, deutlich. So soll die Benutzerfreundlichkeit an den Selbstbedienungsautomaten verbessert werden. Die „SmartCard“ wird etwa ein Jahr lang in den Bussen in Paderborn auf ihre Alltagstauglichkeit getestet.




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