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Pressemitteilung vom 06.04.2004

Hannover

Adolf Bauer zum Tag der Älteren Generation am 7. April: 'Generationenkonflikt wird herbeigeredet'

Zum Tag der Älteren Generation am 7. April erklärt der Vorsitzende des SoVD Niedersachsen und Präsident des Sozialverband SoVD Deutschland, Adolf Bauer: "In der aktuellen Debatte um die Überalterung der Gesellschaft entsteht eine Schieflage. Zwar lässt sich die demografische Entwicklung nicht kurzfristig ändern, aber deshalb muss noch lange kein Konflikt zwischen den Generationen heraufbeschworen werden. Der "Krieg zwischen Jung und Alt" wird herbeigeredet. Der SoVD  stemmt sich vehement gegen eine derartige Spaltung der Gesellschaft. Um zukünftige Herausforderungen zu meistern, sind solche Debatten wenig hilfreich."

 

Dass Jüngere und Ältere sowie Familien und Kinderlose gut zusammen leben und voneinander lernen könnten, zeige der Alltag und auch das Beispiel der Mehrgenerationenhäuser in Niedersachsen. Adolf Bauer forderte zum Tag der Älteren Generation den weiteren Ausbau von der Landesregierung. Bauer: "Die Mehrgenerationenhäuser sind eine gute Schnittstelle zwischen Jung und Alt. Ich hoffe, die Treffpunkte werden künftig noch besser angenommen." Zudem begrüßt Bauer das Engagement der Landesregierung bei der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Projekte wie das Eltern-Kind-Zimmer im Sozialministerium oder die Aktion "Kinder als Karrieremotor" dokumentieren ein Umdenken in der Politik, das gesellschaftlich auf ein festes Fundament gestellt werden muss. Wir als größter Sozialverband in Niedersachsen sind bereit, eine aktive Familienpolitik zu unterstützen. Wir fordern insbesondere ein besseres Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren."

 

Dabei dürfe eine Wertschätzung der Potenziale des Alters und des Engagements der älteren Generationen nicht außer acht gelassen werden. Dies kann nur gelingen, wenn ältere Menschen nicht um ihre wirtschaftliche Existenz ringen müssen - in der heutigen älteren Generationen ebenso wie in nachfolgenden Generationen. Belastungen wie sie durch die aktuellen Sozialreformen entstanden sind müssen von allen gesellschaftlichen Gruppen solidarisch getragen werden. Deshalb fordert der SoVD eine Erwerbstätigenversicherung, eine Bürgerversicherung im Gesundheitswesen, einen Stopp der Frühverrentung und eine aktive Arbeitsmarktpolitik.




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