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Pressemitteilung vom 27. Februar 2014

Hannover

Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung: SoVD warnt vor unzumutbarer Belastung

Der SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. warnt vor der Erhebung von individuellen Zusatzbeiträgen. Der SoVD-Landesvorsitzende Adolf Bauer kritisiert damit die beabsichtigten Neuregelungen zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese soll zum 1. Januar 2015 in Kraft treten und beinhaltet einen auf 7,3 Prozent festgeschriebenen Arbeitgeberanteil sowie die Möglichkeit für die Krankenkassen, einen individuellen Zusatzbeitrag zu erheben. Pauschale Zusatzbeiträge wird es dann nicht mehr geben.

„Diese Pläne bedeuten schlichtweg, dass Arbeitgeber wieder nicht an der Kostenentwicklung im Gesundheitsbereich beteiligt werden. Den Großteil haben in den kommenden Jahren die Arbeitnehmer sowie die Rentnerinnen und Rentner zu stemmen“, sagt Bauer

Problematisch ist dies vor allem, weil bei den großen Krankenkassen schon jetzt von einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,2 Prozent die Rede sei. Hinzu kommen Zuzahlungen. Bei einem chronisch Kranken könne sich damit die Belastung schnell auf 9,5 Prozent belaufen. Dieser individuelle Zusatzbeitrag sei leider auch nicht sozialer als der bisherige Pauschalbetrag. „Bei uns in der Beratung zeigt sich schon jetzt deutlich, dass chronisch Kranke immer wieder Probleme haben, Kosten von ihrer Krankenkasse erstattet zu bekommen und oft mit einer wahren Antragsflut zu kämpfen haben. Durch die Neuregelung werden sie jetzt auch noch zusätzlich belastet“, sagt Bauer. Das sei unfair.

Der SoVD berät seine mehr als 275.000 Mitglieder in etwa 60 Beratungszentren in ganz Niedersachsen rund um die Themen Gesundheit, Rente, Pflege, Behinderung und Hartz IV. Hier finden Sie das Beratungszentrum in Ihrer Nähe.




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