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Für Rentner Bausparen interessant

Für Rentner ist Bausparen interessant

Übertragung an Kinder oder Enkel möglich

Auch kann es etwas Gutes haben, dass das Einkommen im Rentenalter meist deutlich niedriger ist als zuvor: Denn einstige Gutverdiener können auch als Rentner wieder von der staatlichen Förderung profitieren. Wenn das zu versteuernde jährliche Einkommen unter der Grenze von 25 600 Euro für Ledige bzw. 51 200 Euro für Verheiratete liegt, dann kann die Wohnungsbauprämie in Anspruch genommen werden.

 

Bis zu 512 Euro können Ledige als jährliche Sparleistung für die Wohnungsbauprämie geltend machen, bei Verheirateten sind es 1024 Euro. Pro Beitragsjahr beträgt die Prämie 8,8 Prozent der Sparleistung und wird nach sieben Jahren als Gesamtsumme dem Vertrag gutgeschrieben.

 

Das Bausparen im Rentenalter ist besonders für diejenigen geeignet, die in den eigenen vier Wänden wohnen und über einen regelmäßigen Sparplan Rücklagen bilden möchten. Die jährliche Rendite lässt sich auf rund vier Prozent pro Jahr mit Hilfe der Wohnungsbauprämie steigern.

 

Zusätzliche Vorteile kann der Bausparvertrag denjenigen bringen, die ihren Kindern Starthilfe beim Hausbau oder Wohnungskauf geben wollen. Nicht nur das Bausparguthaben, sondern auch der Darlehensanspruch bei der Zuteilungsreife des Vertrages kann an nahe Angehörige übertragen werden. Das bedeutet: Wenn die nächste Generation gerade vor dem Erwerb von Wohneigentum steht, steht ihr bei einem zuteilungsreifen Bausparvertrag sowohl Eigenkapital in Form des bereits eingezahlten Guthabens als auch der Darlehensanspruch zum Festzins zur Verfügung. Bausparkassen verlangen keinen Zinsaufschlag, wenn die Kreditsumme 60 Prozent des Immobilienwertes überschritten hat.

 

Es sind aber zwei wichtige Regelungen zu beachten, wenn nicht der Anspruch auf Wohnungsbauprämie riskiert werden soll. Gibt man den Bausparvertrag vor Ablauf der siebenjährigen Bindungsfrist weiter, wird die sogenannte „ewige Bindungsfrist“ berücksichtigt. Demnach gibt es Wohnungsbauprämien nur, wenn das Guthaben und auch ein eventuelles Darlehen für die Finanzierung von Wohneigentum verwendet wird. Ist dies nicht der Fall, gehen sämtliche Prämienansprüche auch nach Ablauf von sieben Jahren verloren. Überträgt man den Vertrag aber erst nach Ablauf der siebenjährigen Bindungsfrist an die Kinder, ist der Empfänger bei der Verwendung des Guthabens frei, ohne dass Prämienverluste zu befürchten sind.

 

Beantragt wird die Umschreibung des Bausparvertrages an Angehörige immer bei der Bausparkasse. Die Übertragung von Guthaben ist in der Regel problemlos möglich. Die Bausparkasse prüft aber vor der Zuteilung des Darlehens die Bonität des Empfängers.

 

Beratung für SoVD-Mitglieder bietet das BHW (Beamtenheimstättenwerk), einer der größten deutschen Anbieter von Leistungen rund ums Bausparen. Jeden Montag steht von 9 bis 16 Uhr Herr Wilfried Jungius im Sozialinformationszentrum (SIZ), Herschelstraße 31, 30159 Hannover, als Ansprechpartner zur Verfügung.




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