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Pressemitteilung vom 04.07.2005

Hannover

SoVD fordert Ausbau von barrierefreiem Wohnraum

Der SoVD Niedersachsen kritisiert die Änderung der Niedersächsischen Bauordnung, wonach bisher die Wohnungswirtschaft verpflichtet war, bei Neubauten jede achte Wohnung rollstuhlgerecht zu gestalten.

 

„Die Landesregierung hat auch dieses Gesetz wieder einmal auf kaltem Wege geändert und ihre Zusagen nicht eingehalten, zuvor Gespräche mit allen Interessenverbänden, also auch mit einem anerkannten Behindertenverband wie dem SoVD, zu suchen“, sagte der Vorsitzende des SoVD Niedersachsen, Adolf Bauer.

 

Dabei hatte der SoVD Niedersachsen bereits in Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern seine Bedenken zur Abschaffung der Verpflichtung, rollstuhlgerechte Wohnungen zu bauen, deutlich gemacht. „Nur auf eine Selbstverpflichtung der Wohnungswirtschaft zu bauen, halten wir für den falschen Weg“, betonte Adolf Bauer. „Wir werden sehr genau beobachten, ob die Wohnungswirtschaft ihrer freiwilligen Selbstverpflichtung zur Schaffung barrierefreien Wohnraums nachkommt.“

 

Der SoVD Niedersachsen fordert die Wohnungswirtschaft im Interesse der Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und angesichts der demografischen Entwicklung dazu auf, für ausreichend rollstuhlgerechten Wohnraum zu sorgen.




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