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Netzwerk "ProBeweis": Hilfe für Gewaltopfer

Schätzungsweise jede dritte Frau wird im Laufe ihres Lebens einmal Opfer von sexueller und/oder partnerschaftlicher Gewalt. Angesichts dieser erschreckenden Zahl startete vor zwei Jahren das Land Niedersachsen das Netzwerkprojekt „ProBeweis“. Insbesondere, wenn die Täter Lebenspartner oder Ehemänner sind, ist die Hemmschwelle für Frauen sehr hoch, rechtliche Schritte zu unternehmen. 

Der Zusammenschluss von medizinischen Facheinrichtungen in 15 niedersächsischen Städten zum Netzwerk „ProBeweis“ bietet den Betroffenen nun die Möglichkeit, kostenfrei eine gerichtsverwertbare Dokumentation über Verletzungen sowie Spurensicherung erstellen zu lassen. Sie wird unabhängig von einer Strafanzeige aufbewahrt. Von den in zwei Jahren in der Ambulanz erschienenen 187 Fällen haben über 20 Prozent nach der Aufnahme durch „ProBeweis“ Strafanzeige erstellt. Damit wird deutlich, wie wichtig dieses niedrigschwellige Angebot innerhalb der Medizin für die Betroffenen ist. Eine zweite Beweisambulanz innerhalb der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wurde in der Frauenklinik eingerichtet. 

Weitere Städte, die Frauen diese Hilfe anbieten, sind Aurich, Braunschweig, Göttingen, Lüneburg, Meppen, Northeim, Oldenburg, Osnabrück, Papenburg, Stade, Uelzen, Vechta, Verden und Wolfsburg. Alle teilnehmenden medizinischen Einrichtungen arbeiten nach genau festgelegten Vorgaben.

Opfer von Gewalt finden die für sie wichtigen Informationen im Internet unter www.probeweis.de.




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