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Pressemitteilung vom 26.08.2005

Hannover

Netzwerke sind wichtig für die Frauenpolitik in Niedersachsen

Eine positive Bilanz hat die SoVD-Landesfrauensprecherin Elisabeth Wohlert nach der Tagung „Zukunft Frauenpolitik in Niedersachsen – Zukunft der Frauenarbeit in gemischten Verbänden“ gezogen. Zu der Veranstaltung im Leineschloss in Hannover hatten sich mehr als 50 Frauen aus dem SoVD Niedersachsen und anderen Verbänden angemeldet.

 

Um erfolgreiche Frauenarbeit in Verbänden leisten zu können, müssen Frauen vielfach noch besser qualifiziert werden. Wohlert: „Dabei ist es besonders wichtig, die Ressourcen der Frauensprecherinnen zu aktivieren, individuelle Kompetenzen auszubauen und einen persönlichen Führungsstil zu entwickeln. Diese Qualifizierung ist notwendig, um Frauenarbeit vor Ort leisten zu können und weitere Frauen für die Verbandsarbeit zu gewinnen.“ Die Qualifizierungsmaßnahmen sollten nach Ansicht der Landesfrauensprecherin folgende Themen umfassen: Rhetorik, EDV, neue Medien, Öffentlichkeitsarbeit und Management sowie Themen der Vereins- und Gremienarbeit. Der SoVD Niedersachsen wird des weiteren auch über einen Frauenförderplan diskutieren und verbandsübergreifende Aktionen und Veranstaltungen planen.

 

Wichtige Anregungen und den aktuellen Stand zur Frauenpolitik in Niedersachsen gab die stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Niedersächsischen Landtag, Ursula Helmhold. Ihr Tipp für eine erfolgreiche Arbeit für Frauen in Verbänden: „Netzwerke bilden!“

In ihrer Rede prangerte sie die Abwesenheit von Frauenpolitik an, seit die schwarz-gelbe Koalition in Niedersachsen den Schwerpunkt ausschließlich auf die Familienpolitik lege und spezifische Belange der Frauen außer acht lasse. Sie forderte eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ermunterte die Frauen, ihre Männer stärker in die Pflicht zu nehmen – ob bei der Erziehung, bei der Pflege oder bei der Hausarbeit. Zudem beleuchtete die Politikerin das gesellschaftliche Problem der niedrigen Geburtenrate in Deutschland aus einer neuen Perspektive: „Immer sind es die Frauen, denen ein kollektiver Gebärstreik vorgeworfen wird. Dabei ist es ein Viertel der Männer im entsprechenden Alter, die keine Kinder wollen.“

 

Zum Abschluss der Tagung erläuterte Gisela Dreßler vom Landessportbund (LSB) Niedersachsen, wie Frauenförderung und Gleichstellung im LSB umgesetzt worden ist. Durch Aktionen wie die Frauensporttage ist es gelungen, mehr weibliche Mitglieder zu gewinnen. Der Anteil der weiblichen Führungskräfte im LSB ist gestiegen.




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