Startseite Ihres Sozialverbandes (Landesverband Niedersachsen) > Themen > Behinderung > Aktuelles > Barrierefreiheit im privaten und öffentlichen Raum


SoVD - Sozialverband Deutschland e.V. - Startseite

Barrierefreiheit im privaten und öffentlichen Raum

Hier die Beschreibung des Bildes

Peter Sander und Bernd Skoda

Selbstbestimmt und ohne Barrieren leben

SoVD Niedersachsen gab Tipps und Informationen zum Thema Barrierefreiheit

So lange wie möglich in der eigenen Wohnung leben können und selbstbestimmt am öffentlichen Leben teilnehmen – das ist der Wunsch, den wohl alle älteren wie jüngeren Menschen haben. Allerdings entsteht das Bewusstsein für Hindernisse in der Wohnung oder im Straßenverkehr erst, wenn der Badewannenrand zu hoch geworden oder der Buseinstieg mit dem Kinderwagen nur mit Hilfe anderer möglich ist. Barrieren beseitigen oder die Wohnung umbauen kostet Geld. Vermeiden lässt sich dies durch bewusstes Planen im Vorfeld – denn: „Barrierefrei planen und bauen ist kostenneutral“, weiß Bernd Skoda, SoVD-Beauftragter für barrierefreies Bauen und Gestalten.

 

Die Veranstaltung „Barrierefreiheit im öffentlichen und privaten Raum“ am 6. Dezember 2005 im SoVD-Haus informierte 22 angemeldete Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber, welche Möglichkeiten es gibt, Barrieren zu vermeiden bzw. zu entfernen. Ursula Pöhler, 2. SoVD-Landesvorsitzende, hielt in ihrem Grußwort fest: „Barrieren sind nicht nur Bordsteinkanten, Türschwellen oder Stufen. Barrieren befinden sich vor allem in den Köpfen. Wer in der Wohnung oder auf der Straße nicht vorausschauend plant und nicht für das Thema sensibilisiert ist, schafft sich früher oder später seine eigenen Barrieren.“

 

Laut Skoda erleben rund 8 Millionen Menschen mit Behinderung täglich Barrieren – nicht eingerechnet seien vorübergehend Eingeschränkte sowie alte Menschen und Kinder. „Leben ohne Barrieren geht alle Menschen an. Der SoVD will das Bewusstsein für die gesellschaftlichen Probleme schärfen, und diesen Problemen müssen wir uns im Vorfeld stellen, nicht hinterher.“ In seinem Vortrag zeigte Skoda anhand von Fotos die Barrieren im Straßenverkehr sowie Lösungsmöglichkeiten auf. „Man muss nicht immer weit vorausschauen, auch viele kleine Schritte führen zum Ziel.“

 

Über Barrieren in der Wohnung referierte Peter Sander, Wohnberater der Region Hannover. Auch in seiner Beratung stehe das selbstbestimmte Leben im Vordergrund. Sander besucht die Betroffenen in ihrer Wohnung und bespricht dort mit ihnen mögliche Änderungen – wie zum Beispiel die Umgestaltung des Badezimmers, den Einbau eines Treppenliftes oder die Beseitigung von Türschwellen. Beim Beratungsgespräch zeigt Sander auch immer Finanzierungsmöglichkeiten auf.

 

In einer regen Diskussion, moderiert von Meike Janßen, Leiterin der Abteilung Sozialpolitik, zeigte sich, wie wichtig es ist, alle Behinderungen in die Planung mit einzubeziehen. Auch die barrierefreien Wohnungen der Tochtergesellschaft des SoVD, der Reichsbund Wohnungsbau GmbH, wurden angesprochen.

 

Abschließend wurde die Wanderausstellung „Barrierefrei planen, bauen und wohnen“ des Landesbehindertenrates in der SoVD-Galerie eröffnet. Die Bilder und Erläuterungen zeigen, welche Lösungen zum Thema Barrierefreiheit im Haus und im öffentlichen Raum bereits bestehen. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis Ende Februar 2006 in der SoVD-Galerie in der Landesgeschäftsstelle und wird dann erneut den Rahmen bieten für eine weitere Veranstaltung mit Vorträgen und Diskussion.

 

 

Informationen zum Thema Barrierefreiheit:

 

SoVD Niedersachsen

Bernd Skoda

SoVD-Beauftragter für barrierefreies Bauen und Gestalten

Tel.: 05143-930 72

E-Mail: skoda-family@t-online.de

 

Peter Sander

Wohnberater der Region Hannover

Tel.: 0511-61 62 25 07

E-Mail: Peter.Sander@Region-Hannover.de

 

Reichsbund Wohnungsbau GmbH

Lehmannstr. 1

30445 Hannover

Tel.: 0511-49 60 20

www.reichsbundwohnungsbau.de

 

 




>> Zum Seitenanfang