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Pressemitteilung vom 4. November 2014

Ein Hilfspaket Rente muss her: „Fahrlässig, wer jetzt nicht handelt.“

Hannover

Ein Hilfspaket Rente muss her: „Fahrlässig, wer jetzt nicht handelt.“

„Wer die wachsende Gefahr der Altersarmut jetzt noch unterschützt, handelt grob fahrlässig.“ Mit diesen deutlichen Worten fordert Adolf Bauer, Landesvorsitzender des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in Niedersachsen, ein „Hilfspaket Rente“ ein. In Niedersachsen sei die Anzahl der Empfänger von Grundsicherung über 65 Jahre von 2004 bis heute um 92 Prozent gestiegen, von 2013 auf 2014 noch einmal um 7,4 Prozent.

Heute sind in Niedersachsen ca. 50.000 Menschen über 65 Grundsicherungsempfänger, 2004 waren es noch 29.000. Bauer forderte in Anbetracht dieser „schlimmen Zahlen“ ein Paket aus besserem Aufbau von Rentenansprüchen und verstärkter Rentenleistungen. Dazu gehörten insbesondere die Rückkehr zur lohnorientierten Rente, ein stabiles Rentenniveau über 50 Prozent und ein gestaffelter Rentenfreibetrag in der Grundsicherung.

Die Zahlen in Deutschland:

Empfänger von Grundsicherung
2004: 450.000
2014: 950.000 (+ ca. 111%)

Davon älter als 65
2004: 260.000
2013: 455.000
2014: 490.000 (04 bis 14 + ca. 92%)

Die Zahlen in Niedersachsen:

Empfänger von Grundsicherung
2004: 56.000
2014: 101.000 (+ ca. 80%)

Davon älter als 65
2004: 29.000
2014: 56.000 (+ ca. 73%)

Veranstaltungstipp: Die Landesarmutskonferenz Niedersachsen veranstaltet am 20. November die Fachtagung „Grenzen der Gerechtigkeit? Armut in Europa und Niedersachsen“. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.




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