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Pflegende können sich arbeitslosenversichern

27.01.2006

Pflegende können sich freiwillig arbeitslosenversichern

Ab 1. Februar startet eine sozialpolitische Innovation: Sie betrifft neben Selbstständigen auch Personen, die Angehörige pflegen. So können sich künftig all jene freiwillig arbeitslosenversichern, die wegen der Pflege eines Angehörigen ihr Arbeitsverhältnis entweder ganz aufgegeben oder ihre Arbeitszeit auf weniger als 15 Stunden pro Woche gekürzt haben. Das ist – bei gleichen Leistungen – billiger als für Selbstständige. Es kostet in den alten Bundesländern lediglich 15,93 Euro und in den neuen Bundesländern 13,42 Euro pro Monat.

 

Die freiwillige Versicherung kommt nur für Pflegepersonen in Frage, die Angehörige betreuen, die vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung als pflegebedürftig anerkannt sind. Weiter muss die wöchentliche Pflege 14 Stunden oder mehr in Anspruch nehmen. Ob das der Fall ist, entscheidet ebenfalls der Dienst.

 

Wer bereits vor dem Februar einen Angehörigen pflegt, kann sich noch bis Ende 2006 für die freiwillige Versicherung entscheiden. Die Pflegezeit zählt dann allerdings erst ab dem Tag der Antragstellung für die Versicherung. Wer künftig neu mit der Pflege eines Angehörigen beginnt, muss sich im ersten Pflegemonat festlegen. Wenn die Pflege beispielsweise im März beginnt, kann die freiwillige Arbeitslosenversicherung nur noch bis Ende März abgeschlossen werden.

 

(Quelle: Frankfurter Rundschau, 27.1.2006)

 




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