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Flächendeckende Brustkrebs-Vorsorge in Niedersachsen

Flächendeckende Brustkrebs-Vorsorge in Niedersachsen

Mit dem Start der ersten Mammographie-Screening-Einheit in der Weser-Ems Region hat im Januar in Niedersachsen ein flächendeckendes Programm zur Früherkennung von Brustkrebs durch ein qualitätsgesichertes Mammographie-Screening begonnen. Mehr als eine Million Frauen erhalten mit dieser Kampagne im Alter zwischen 50 und 69 Jahren die Möglichkeit, an einem Mammographie-Screening teilzunehmen, das zu einer deutlichen Senkung der Brustkrebssterblichkeit beitragen soll. Eine Einladung zum Screening erhalten alle Frauen der genannten Altersgruppe.

 

Internationale Studien belegen, dass ein regelmäßiges Mammographie-Screening für Frauen in der Altersgruppe der 50-69 –jährigen die Brustkrebs-Sterblichkeit erheblich senken kann, denn mit dieser Untersuchung lassen sich frühzeitig auch noch nicht tastbare Tumoren aufspüren. Die Kosten von Untersuchungen und Organisation tragen die gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen. Dabei ist mit rund 22 Millionen Euro im Jahr zu rechnen.

 

Die Früherkennungsuntersuchungen finden in zertifizierten Untersuchungszentren statt, den Mammographie-Einheiten. Teilweise werden in Niedersachsen mobile Einheiten, so genannte Mammobile, eingesetzt. Es werden von jeder Brust zwei Röntgenaufnahmen gemacht. Diese werden unabhängig voneinander von zwei besonders geschulten Ärzten beurteilt. Bei unauffälligem Befund werden die Frauen nach Ablauf von zwei Jahren wieder eingeladen. Sollten sich auf den Röntgenaufnahmen hingegen Veränderungen zeigen, die auf eine Brustkrebserkrankung hinweisen könnten, so bekommt die Frau eine Einladung zur weiteren Abklärungsdiagnostik. Hier finden zunächst ein Gespräch des programmverantwortlichen rztes mit der mammographierten Frau statt, an dem auf Wunsch der Frau auch ihr Hausarzt oder Gynäkologe teilnehmen kann. Abschließend folgen weitere Untersuchungen zur Abklärung dieses Verdachts.

 

Brustkrebs ist in Deutschland mit rund 47.500 Fällen jährlich die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jede zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran und knapp 18.000 Frauen sterben jedes Jahr an dieser Krankheit. Dabei werden zwei Drittel aller Brusttumoren erst entdeckt, wenn sie größer als zwei Zentimeter sind. Die Folge: radikale Operation, belastende Therapien und geringere Heilungschancen.

 

Insgesamt neun Screening-Einheiten sind in Niedersachsen und Bremen geschaffen worden. Die Voraussetzungen für das flächendeckende Angebot in diesen Regionen sind geschaffen. In der Einheit Nordwest (Weser-Ems) und Bremen werden die Frauen bereits zum Screening eingeladen. Die anderen sieben Einheiten werden im Jahr 2006 folgen. Dies sind: Hannover (März), Nord (April), Süd (April), Mitte (April), Ost (Mai), Südwest (2. Halbjahr 2006), Nordost (2. Halbjahr 2006).

 

Für Fragen zum Mammographie-Screening steht eine Hotline der einladenden Stelle in Bremen zur Verfügung: 0421-792 75 22. Im Internet gibt es ausführliche Informationen unter www.ein-teil-von-mir.de

 

Quelle: Pressemeldung Nds. Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit




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