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Situation der Altenpflege in Niedersachsen

Situation der Altenpflege in Niedersachsen

Stellungnahme zur Anhörung der SPD-Landtagsfraktion

Der SoVD teilt die Auffassung der SPD-Landtagsfraktion, dass die Lage der Altenpflege zunehmend in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerät. Neben der Ausrichtung der sozialen Pflegeversicherung im Rahmen einer umfassenden Reform der Pflegeversicherung wird die Frage, wie die Pflege der Zukunft ausgestaltet sein muss, eine wesentliche Aufgabe der kommenden Jahre darstellen. Welche Weichen müssen heute gestellt werden, damit die pflegerische Versorgung der Menschen morgen sichergestellt ist.

 

Es gibt zahlreiche gesetzliche Vorgaben, die die Qualität der Pflege sichern sollen, wie zum Beispiel das Pflege-Qualitätssicherungsgesetz. Doch der Anspruch der Gesetze und die Realität in der Pflege stehen nicht im Einklang. Das Gesetz sieht eine „humane und aktivierende Pflege unter Achtung der Menschenwürde vor“. Dieser Anspruch wird in der Realität nicht immer eingelöst. Wir verweisen insoweit auf den 1. Bericht des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS), der Mitte November 2004 veröffentlicht worden ist.

 

Dies ist die bislang umfangreichste Untersuchung über Pflegequalität in Deutschland. Zum Beispiel wurde bei 9 Prozent der untersuchten Pflegebedürftigen in der häuslichen Pflege“ und in der stationären Pflege sogar für 17 Prozent ein „unzureichender Pflegezustand festgestellt. Das bedeutet, dass in den untersuchten Heimen jeder fünfte Pflegebedürftige „unzureichend“ gepflegt wird. Auch war laut MDS-Bericht die Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung bei 41 Prozent der Pflegebedürftigen in Heimen mangelhaft. Bei 43 Prozent der pflegebedürftigen Heimbewohner wurden Mängel bei der Dekubitus-Prophylaxe festgestellt. Diese Zahlen beziehen sich zwar auf das gesamte Bundesgebiet. Auf Niedersachsen bezogen ergibt sich jedoch kein wesentlich anderes Bild.

 

Der SoVD begrüßt deshalb ausdrücklich die Anhörung der SPD-Landtagsfraktion zur „Situation der Altenpflege in Niedersachsen“ und beteiligt sich gern an der Diskussion . . .

 

 

 

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