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Eingliederung von Behinderten

Eingliederung von behinderten Menschen braucht neue Planung

Die Koalitionsfraktionen von CDU und FDP wollen in der Mai-Sitzung des Landtags in der nächsten Woche ein Konzept zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfen für behinderte Menschen einfordern.

 

Sie begründen ihre Initiative vor allem damit, dass in den vergangenen fünf Jahren die Zahl von Behinderten, die in Werkstätten beschäftigt werden, bundesweit um fast 20 Prozent gestiegen ist. Das Leistungs- und Vergütungssystem sei erstarrt und halte mit dem steigenden Hilfebedarf der Betroffenen nicht Schritt. Allein in Niedersachsen sei in den nächsten Jahren mit jährlich 500 bis 600 Menschen zur rechnen, die einen Werkstattplatz suchen; bei den Hilfen zum Wohnen seien es mindestens 400 zusätzliche Plätze.

 

Lösungsansätze müssten nach Meinung der beiden Fraktionen in Zusammenarbeit zwischen der Landesebene und den kommunalen Gebietskörperschaften entwickelt werden. Ein neue Konzept müsse den künftigen Erfordernissen Rechnung tragen.

 

Neben zusätzlichen Werkstattplätzen und differenzierten Wohnangeboten müsse es auch um die Schaffung von Wohnformen und Tagesstrukturen für Menschen mit Behinderungen gehen, die aufgrund ihres Alters, nachlassender Kräfte oder beginnender Demenz nicht mehr in einer Werkstatt bleiben oder in einer Fördergruppe beschäftigt werden können.

 

Zudem sei die Weiterentwicklung von Ausbildungs-, Förder-, Beschäftigungs- und Wohnangeboten für Menschen mit hohem und sehr hohem Hilfebedarf, die nicht mehr in ihren Familien leben können oder wollen, gefordert. (Quelle: Rundblick)




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