Startseite Ihres Sozialverbandes (Landesverband Niedersachsen) > Themen > Gesundheit > Aktuelles > Palliativmedizinische Versorgung in Niedersachsen macht Fortschritte


SoVD - Sozialverband Deutschland e.V. - Startseite

Palliativmedizinische Versorgung in Niedersachsen macht Fortschritte

20.07.2006

Palliativmedizinische Versorgung in Niedersachsen macht Fortschritte

Niedersachsen macht Fortschritte beim flächendeckenden Ausbau der Palliativversorgung. Nach dem im März 2006 veröffentlichten Rahmenkonzept zur Weiterentwicklung der Palliativversorgung fördert das Land nun den Aufbau der ersten drei Palliativstützpunkte im Gebiet Emsland/Vechta, in der Region Hannover und im Gebiet Stade/Harburg mit jeweils 25.000 Euro. Dies teilte Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann mit.

 

Die Palliativstützpunkte Emsland/Vechta, Region Hannover und Stade/Harburg seien drei von landesweit zehn Stützpunkten, deren Errichtung die Landesregierung in diesem Jahr mit insgesamt 250.000 Euro fördern wolle. Hierfür würden zunächst solche Gebiete berücksichtigt, in denen bereits die nach dem Rahmenkonzept zur Gründung eines Palliativstützpunktes erforderlichen ambulanten und stationären Angebotsstrukturen der Palliativversorgung vorhanden seien.

 

Sozialministerin Ross-Luttmann: „Mit der flächendeckenden Einrichtung von Palliativstützpunkten verbessern wir die medizinische Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen. Zum Angebot der Palliativstützpunkte gehört auch eine 24-Stunden-Hotline, die Angehörigen, Hausärzten sowie Alten- und Pflegeheimen Beratung und Hilfestellung bieten soll.“

 

Der Palliativstützpunkt Emsland/Vechta ist organisatorisch an das Elisabeth-Krankenhaus in Thuine angebunden, das auch die Palliativbetten vorhält, die nach dem Rahmenkonzept des Landes zumindest für Kriseninterventionen innerhalb eines Palliativstützpunktes vorhanden sein müssen. Das Leistungsangebot des Palliativstützpunktes Emsland/Vechta wird ergänzt durch die Teilnahme des Ambulanten Palliativdienstes des Elisabeth-Krankenhauses, eines palliativmedizinisch qualifizierten Facharztes in Freren, eines ambulanten Hospizdienstes in Meppen und eines stationären Hospizes in Dinklage.

 

Der Palliativstützpunkt für die Region Hannover ist organisatorisch an den Runden Tisch Palliativ und Hospiz Hannover e.V. angebunden. An dem Palliativstützpunkt beteiligen sich ein palliativmedizinisch qualifizierter Facharzt, das Hospiz Luise, der ev.-luth. Stadtkirchenverband, das Hospiz Misburg, das Uhlhorn Hospiz, das Friederikenstift, das Krankenhaus Siloah und die MHH.

 

Der Palliativstützpunkt Stade/Harburg ist organisatorisch an das Hospiz Nordheide in Tostedt angebunden. Daneben beteiligen sich an dem Stützpunkt zwei palliativmedizinisch qualifizierte Fachärzte in Stade und in Buchholz, ein ambulanter Pflegedienst in Tostedt, die Klinik Dr. Hancken in Stade, das Krankenhaus Winsen und der ökumenische Hospizdienst in Buchholz.

 

Die Vergabe der Landesmittel ist für alle geförderten Palliativstützpunkte mit der Auflage verbunden, dass sie den Aufbau jeweils eines weiteren, neuen Stützpunktes vorbereiten und unterstützen. Mit diesem „Schneeballprinzip“ verknüpft die Landesregierung die Erwartung, dass bereits in wenigen Jahren die flächendeckende Einrichtung von Palliativstützpunkten abgeschlossen sein wird.

 

Der Palliativstützpunkt Emsland/Vechta hat dabei die „Patenschaft“ für die Grafschaft Bentheim übernommen, wo insbesondere durch das Wirken der Hospizhilfe Grafschaft Bentheim e.V. bereits grundlegende palliativmedizinische und hospizliche Strukturen entstanden sind. Der Palliativstützpunkt für die Region Hannover hat die „Patenschaft“ für den Landkreis Nienburg/Weser übernommen, der Palliativstützpunkt Stade/Harburg kümmert sich um den Landkreis Rotenburg/Wümme.




>> Zum Seitenanfang