SoVD - Sozialverband Deutschland e.V. - Startseite

Befürchtungen des SoVD bestätigt:

25.07.2006

Befürchtungen des SoVD bestätigt:

Viele Kommunen widmen Stelle der Frauenbeauftragten zum Ehrenamt um

Seit der Änderung des Gesetzes über die kommunalen Frauenbeauftragten im letzten Jahr ist die Zahl der Hauptamtlichen stetig gesunken. Außer in den Landkreisen und großen Städ-ten dürfen alle Kommunen diese Position jetzt neben- oder ehrenamtlich besetzen. Von 184 hauptamtlichen Frauenbeauftragten sind noch 138 übrig geblieben.

 

Die Gesetzesänderung geht auf ein Urteil des Staatsgerichtshofes in Bückeburg zurück. Meist stand die Finanzlage der Kommunen bei der Abschaffung im Vordergrund. Die Aufgaben der Frauenbeauftragten sind jedoch nicht weggefallen. Ohne Konzepte zu Kinderbetreuung und Gewaltschutz etwa werde man auch zukünftig nicht auskommen. Besonders Frauen auf dem Land brauchen eine Anlaufstelle in ihrer Nähe.

 

Die Entwicklung in den Kommunen geht eindeutig in Richtung Ehrenamt. In Uelzen bei-spielsweise kann die frühere Frauenbeauftragte zwar eingeschränkt auf einer zusätzlichen Stelle im Jugendamt an ihren Projekten weiterarbeiten. Zusätzlich wurde eine ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte gefunden, die diese Aufgabe neben ihrer Berufstätigkeit ausüben kann.

 

Der SoVD hat die Änderung des Gesetzes über kommunale Frauenbeauftragte früh kritisiert und sieht sich nun in seinen Befürchtungen bestätigt.

 




>> Zum Seitenanfang