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SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

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Kinderarmut trotz verbesserter Taschengeld-Situation

Kinderarmut trotz verbesserter Taschengeld-Situation

Der SoVD Niedersachsen sieht die kürzlich veröffentlichte „KidsVerbraucherAnalyse 2006“ zur finanziellen Situation von Kindern in Deutschland äußerst kritisch. Nach der Anfang August vorgestellten Studie verfüge die Gruppe der Sechs- bis Dreizehnjährigen erstmals über durchschnittlich mehr als 1.000 Euro Taschengeld jährlich.

 

Dabei bleiben nach Ansicht des SoVD Niedersachsen wesentliche Zusammenhänge unberücksichtigt – unter anderem der Umstand, dass es sich lediglich um einen Durchschnittswert handelt. Vor allem muss aber die finanzielle Gesamtsituation stärker ins Blickfeld gerückt werden. Dort hat sich die Schere zwischen Kindern aus armen und wohlhabenden Familien in den vergangenen Jahren immer weiter geöffnet, wie aktuelle Daten zeigen.

 

Nach Angaben des Deutschen Kinderschutzbundes lag bereits im August 2005 die Zahl der Kinder unter 15 Jahren, die in Bedarfsgemeinschaften auf Sozialhilfeniveau lebten, bei 1,5 Millionen. Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit weist für 2006 einen Anstieg auf inzwischen knapp 1,8 Millionen Kinder aus. Der Deutsche Kinderschutzbund geht davon aus, dass insgesamt 2,5 Millionen Minderjährige (unter 18 Jahren) von Armut betroffen sind, was unter anderem eine dramatische Chancenverschlechterung auf einen guten Schulabschluss, auf ein Leben in Gesundheit, auf Teilhabe an sozialen Aktivitäten oder ein förderliches Familienleben bedeutet. Diese Entwicklungen können nach Ansicht des SoVD Niedersachsen von den - vor allem in reichen Familien entstandenen - erhöhten Taschengeldzahlungen keineswegs aufgefangen werden.

 




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