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Ross-Luttmann rät niedersächsischen Kommunen zu „Persönlichen Budgets“

Ross-Luttmann rät niedersächsischen Kommunen zu „Persönlichen Budgets“

Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann empfiehlt den niedersächsischen Städten und Kreisen, flächendeckend persönliche Budgets für Menschen mit Behinderungen einzuführen, die Leistungen aus der ambulanten Eingliederungshilfe erhalten.

Bei einem wissenschaftlich begleiteten Modellvorhaben des Sozialministeriums, der Stadt Braunschweig sowie der Landkreise Emsland und Osnabrück hatten 53 Teilnehmer mit geistigen oder seelischen Behinderungen zwei Jahre lang einen bestimmten Geldbetrag anstelle von Sachleistungen von ihren Sozialbehörden erhalten. Mit diesem konnten sie sich passgenaue Hilfen verschiedener Anbieter auswählen, beispielsweise Hilfen beim Einkaufen, der Zubereitung ihrer Mahlzeiten oder ihrer Freizeitgestaltung.

„Das Modellvorhaben hat gezeigt, dass das persönliche Budget Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtert und ihnen bei ihrer selbst bestimmten Lebensführung helfen kann“, sagte die Ministerin. In einzelnen Fällen habe das Budget wegen seiner flexiblen und individuellen Ausgestaltung sogar dazu beitragen, dass Betroffene nicht oder nicht mehr auf eine stationäre Betreuung angewiesen waren.

Vom 1. Januar 2008 an sieht der Bundesgesetzgeber für Menschen, die von verschiedenen Trägern von Rehabilitationsmaßnahmen Leistungen erhalten, einen Anspruch auf ein trägerübergreifendes Budget vor. Bei diesem erhält man von einem der Träger eine zusammengefasste Summe für alle Sozial- und Reha-Leistungen.

Ross-Luttmann sieht es deshalb als sinnvoll an, wenn die Kommunen schon jetzt Erfahrungen mit dem persönlichen Budget sammeln. Die Landkreise Emsland, Osnabrück und die Stadt Braunschweig bieten das persönliche Budget nach Angaben aus dem Ministerium auch nach Ablauf der Modellphase weiter an.

Der Abschlussbericht des Modellprojektes kann unter www.ms.niedersachsen.de („Thema: Soziales“, „Menschen mit Behinderungen“) heruntergeladen werden.

 




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