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SoVD Niedersachsen unterstützt Antrag zum sonderpädagogischen Förderbedarf

06.11.2006

Der von der niedersächsischen Grünen-Fraktion eingebrachte Antrag, Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf auch im Sekundarbereich I flächendeckend an Regelschulen zu beschulen, findet die Zustimmung des SoVD Niedersachsen.

Hierzu sind allerdings Konzepte notwendig, um die Primarstufen der Förderschulen in die allgemeinen Grundschulen zu überführen und die Integration von Schülerinnen und Schülern, die in der Grundschule gemeinsam unterrichtet werden, in der Sekundarstufe I fortzuführen.

Leider gibt es noch immer nicht genügend Alternativen zu Förderschulen und die Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf beschränkt sich weitgehend auf die Primarstufe. Ab Klasse 5 ist die integrative Beschulung völlig unzureichend.Zudem ist die sonderpädagogische Förderung ausschließlich auf einzelne Schulen bzw. Regionen begrenzt und nicht flächendeckend in Niedersachsen vorhanden.

Mit dem Schuljahrbeginn in diesem Jahr sind insgesamt 16 neue Konzepte der sonderpädagogischen Förderung genehmigt worden. 16 Schulträger, 28 Förderschulen und 85 weitere Grundschulen sind beteiligt. Es gibt damit in Niedersachsen 50 regionale Konzepte, an denen rund 400 Grundschulen beteiligt sind.

Diese Zahlen machen deutlich, dass sich sonderpädagogische Förderung fast ausschließlich auf den Primarbereich bezieht. Für die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler ist eine umfassende Integration von wesentlicher Bedeutung. Auch nach Abschluss der Sekundarstufe I muss Menschen mit Behinderung ein adäquates und integratives Ausbildungsangebot zur Verfügung gestellt werden. Integration hat so früh wie möglich zu beginnen und kontinuierlich fortgesetzt zu werden - und das ohne Unterbrechungen.




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