SoVD-Bezirksverband Mittelfranken

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54. Begegnungskonzert

1000 Besucher beim 54. Begegnungskonzert des SoVD-Bezirks Mittelfranken

So gut wie in diesem Jahr war die Meistersingerhalle in Nürnberg als traditionelle Veranstaltungsstätte bei den Begegnungskonzerten des Bezirkes Mittelfranken selten ausgelastet. Und das war nicht nur das Ergebnis der großzügigen Kartenspenden an verschiedene soziale Organisationen, sondern war auch der Zugkraft der auftretenden Akteure mit ihren Fans und der eifrig gerührten Werbetrommel in den Ortsverbänden zu verdanken. Und das, obwohl es leider wieder einmal keine Hinweise in den regionalen Medien gab. Der SoVD wird hier in Franken, trotz vielfältiger Bemühungen, gerne verschwiegen.

In diesem Jahr wagten die Organisatoren etwas, was vorher noch nie gemacht wurde. Das Konzert wurde sozusagen geteilt. Im ersten Teil sang der Chor „Coloured Black“ und stellte seine Bandbreite von Gospel über Evergreens, Schlager, Popmusik bis hin zur Klassik unter Beweis. „Colored Black“ wurde in Hollfeld/Oberfranken als Gospelchor gegründet und leitet seinen Namen von den schwarzen Sklaven ab, die mit einer bunten Vielfalt an Klängen und Rhythmen versuchten, die Schufterei in den Baumwollfeldern und ihr schweres Los zu vergessen. Besonders unter dem jetzigen Dirigenten Hans Martin Gräbner wurde das Repertoire an Stücken deutlich erweitert und die Entwicklung zum Konzertchor abgeschlossen. Und mit den Stücken: „Put Your Hand In The Hand“, „Over The Rainbow“, “What A Wonderful World“ und „The Winner Takes It All“ wurde diese Entwicklung eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Besonders reizvoll war der Vergleich zwischen dem „Hallelujah“ des kanadischen Liedermachers Leonhard Cohen und einer Adaption des klassischen „Hallelujah“ von Georg Friedrich Händel. 

Die anfangs spürbare Nervosität legte sich bald, die Sängerinnen und Sänger, die zum ersten Mal in einer solch grandiosen Kulisse auftraten, wurden unter der Leitung ihres Dirigenten, Hans Martin Gräbner, freier und gelöster und entfalteten ihr ganzes Können. Die Leistung des stimmgewaltigen Chores erntete dann auch begeisterten Applaus.

Im  zweiten Teil des Konzerts nach der Pause entführte dann das Fürther Kammerorchester in großer Besetzung unter der bewährten Stabführung von Horst Günter Lott mit den Stücken von Johann Strauß „Leichtes Blut“, „Tritsch-Tratsch-Polka“ und „Wiener Blut“ , wieder einmal in die Zeit der Donaumonarchie. 

Aber bei den „Melodien, die jeder gerne hört“ war auch Preußen mit  Werken des Berliner Komponisten Paul Lincke vertreten. Und dass das Orchester nicht nur in der Tradition der Walzerseligkeit verharrt zeigte das Potpourri „Tribute to Satchmo“ und der „Militärmarsch Nr. 1“ von Edward Elgar, der fast noch zu den zeitgenössischen Komponisten zu zählen ist.

Die Organisatoren vom Bezirk Mittelfranken verstanden diesen Teil des Konzerts auch als einen Tribut an das Fürther Kammerorchester und vor allem an den Dirigenten H. G. Lott, der als gemeinschaftlicher Leiter des Schwaiger Chores und des Kammerorchesters über ein Jahrzehnt  in vielen SoVD-Konzerten die Zuhörer begeisterte.

Der bereits erwähnte „Militärmarsch Nr. 1“ des englischen Komponisten Edward Elgar war dann Abschluss und Höhepunkt des 54. Begegnungskonzerts zugleich. Nach nur einer gemeinsamen Probe kurz vor Konzertbeginn, standen Orchester und Chor gemeinsam auf der Bühne und spielten und sangen dieses nicht ganz leichte Werk meisterlich mit Bravour, so sehr, dass die Besucher stürmisch eine Wiederholung als Zugabe verlangten. 

Das 54. Begegnungskonzert des SoVD wird, wie die meisten der vorherigen Veranstaltungen, in guter Erinnerung bleiben und es war das vorletzte Konzert dieser Veranstaltungsreihe. Zum 100-jährigen Jubiläum des SoVD-Reichsbund wird diese Reihe mit dem 55. Konzert am 23. Juni 2017 beendet werden. Das ist schade und macht auch ein wenig traurig, dass eine solche Veranstaltung, die für den SoVD im süddeutschen Raum und wahrscheinlich im ganzen Bundesgebiet einzigartig ist, nicht weitergeführt werden kann. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und vielschichtig und lassen sich doch auf zwei wesentliche Gründe reduzieren: Geld und Arbeit. Die Abrechnung für die Konzerte schließt seit Jahren mit einem gehörigen Defizit ab und die erforderlichen Arbeiten für die gesamte Abwicklung sind mit den verfügbaren ehrenamtlichen Kräften auf Dauer nicht mehr zu schaffen.

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