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Pressemitteilung vom 25. November 2016

Hannover

SoVD: Bei Rentengipfel keine Ergebnisse gegen Altersarmut

Senioren aus Niedersachsen haben Angst vor Altersarmut. Nach einer vom Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen durchgeführten Straßenumfrage befürchten 58 Prozent, dass ihre Rente nicht ausreichen werde. Ca. 85 Prozent der Befragten machen sich nach eigenen Angaben zumindest Sorgen um die eigene Altersversorgung. Sie bestätigen damit den SoVD-Landesvorsitzenden Adolf Bauer in seiner Einschätzung zu den Ergebnissen des Spitzentreffens der Berliner Koalition: „Mit Blick auf den Kampf gegen die Altersarmut wurden keine Ergebnisse erzielt. Damit wird die Angst vor Armut im Alter ein Wahlkampfthema.“ 

Bauer befürchtet, dass es in den kommenden Monaten schwer werde, eine nüchterne Debatte zu führen. Dabei sei das mehr als nötig, damit diese zentrale Frage nicht in ein populistisches Fahrwasser gerate. Der Landes-vorsitzende kommentierte zudem die Ankündigung von Sozialministerin Andrea Nahles: „Wenn die Untergrenze von 43 Prozent der Vergangenheit angehören soll, ist das ein Schritt in die richtige Richtung – aber es ist noch immer zu wenig.“ Das bestätigt das Ergebnis der SoVD-Umfrage. Nur ca. elf Prozent der Befragten glauben, dass sie nach dem Eintritt in die Rente nicht dazuverdienen müssen. „Wir fordern seit Langem die Anhebung des Rentenniveaus“, betont Bauer. Um eine armutsfeste Altersversorgung zu sichern, solle sie jedoch bei mindestens 50 Prozent liegen.

Etwa die Hälfte der vom SoVD befragten Senioren gab zudem an, sich nicht genug über ihre Rente und Zuverdienstmöglichkeiten im Alter informiert zu fühlen (ca. 58 Prozent).

Darüber, wie Altersarmut entsteht und wie sie wirksam bekämpft werden kann, informiert der Sozialverband auf Bundesebene umfassend im Rahmen einer deutschlandweiten Informationskampagne. Neben aktuellen Zahlen, Daten und Fakten hat der Verband am 23. August 2016 ein Konzept veröffentlicht, das konkrete Lösungswege aufzeigt. Die Kampagne richtet sich sowohl an die politischen Entscheidungsträger als auch an die Bevölkerungsgruppen, für die das Risiko wächst, im Alter zu verarmen.

Kampagne Lieber NICHT arm dran: www.sovd.de/arm-im-alter

 

 




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