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Studie über Soziale Arbeitsgelegenheiten: Übernahme-Chancen in die Festanstellung gering

16.02.2007

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat die sogenannten Sozialen Arbeitsgelegenheiten untersucht. Danach wird nur bei 2 Prozent aller geeigneten Zusatzkräfte eine Übernahme in die Belegschaft beabsichtigt. Somit erweisen sich Soziale Arbeitsgelegenheiten aus der Perspektive der befragten Betriebe nicht als Brücke in den ersten Arbeitsmarkt.

Nach den Untersuchungsergebnissen gibt es Anzeichen dafür, dass etwa jeder zweite Betrieb zumindest einen Teil der „Zusatzjobber“ nicht im Sinne des Gesetzgebers einsetzt. In diesen Betrieben würden Soziale Arbeitsgelegenheiten für unerlaubte Tätigkeiten ausgenutzt, wie zum Beispiel für Krankheitsvertretungen oder Überstundenabbau der regulären Belegschaft. In einigen Fällen würden Zusatzjobs sogar zum Personalabbau genutzt. Diese Personalreduktion könne entweder direkt oder schleichend geschehen, indem Arbeitsaufgaben der regulären Belegschaft auf die zusätzlichen Kräfte übertragen werden.

Ein Einsatz Sozialer Arbeitsgelegenheiten in unzulässiger Art und Weise könne bislang im Einzelfall allerdings kaum aufgedeckt werden, da es während der Tätigkeitszeit häufig keine regelmäßigen Kontakte zwischen den Arbeitsvermittlern in den ARGEn, Optionskommunen und getrennten Trägerschaften auf der einen Seite und Betrieben sowie Zusatzjobbern auf der anderen Seite gebe.

 

Weitere Informationen zum IAB-Forschungsbericht (Nr. 02/2007) sind im Internet unter www.iab.de erhältlich.




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