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SoVD stellt Position zur Reform der Pflegeversicherung dar

29.03.2007

Hier die Beschreibung des Bildes

Diskutierten über die Zukunft der Pflegeversicherung: (v.l.n.r.) Meike Janßen (SoVD), Prof. Dr. Heinz Rothgang (Uni Bremen), Prof. Dr. h.c. Herbert Rebscher (DAK), Jörg Bodanowitz (Pressesprecher DAK), Hans Bender (DAK), Jörg Rudolph (BMG), Klaus Dumeier (VdAK)

Auf der Fachtagung des Verwaltungsrates der DAK stellte der SoVD seine Positionen für eine Reform der Pflegeversicherung dar. Meike Janßen, Abteilungsleiterin Sozialpolitik des SoVD Niedersachsen, machte deutlich, dass das Pflegeversicherungssystem einer grundlegenden Neuausrichtung bedarf, die die Teilhabe und ein menschenwürdiges Dasein im Alter, bei Behinderung und Pflegebedürftigkeit sichert. Das in der Behindertenpolitik entwickelte Paradigma umfassender Teilhabe am Leben in der Gesellschaft müsse zukünftig auch für ältere Menschen mit Pflegebedarf gelten.

 

Kennzeichen der Pflege solle dann nicht mehr allein die Versorgung mit Basisleistungen und Sicherung existenzieller Grundbedürfnisse sein. Stattdessen forderte Janßen mehr Teilhabe, die Ermöglichung von mehr Freiheit in den Entscheidungen und mehr Selbstbestimmung bei der Gestaltung des eigenen Lebens. Weitere wesentliche Punkte einer strukturellen Reform seien die Überarbeitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes, die Dynamisierung der Leistungen, die Stärkung der häuslichen Pflege, der Ausbau pflegerischer Infrastrukturen und die Unterstützung durch eine unabhängige Pflegeberatung.

 

An die Politik gerichtet forderte Meike Janßen den Erhalt der solidarischen Pflegeversicherung und eine Weiterentwicklung zu einer Pflege-Bürgerversicherung, in der alle Einkommensarten erfasst werden. Dabei dürften die Arbeitgeber nicht aus ihrer Verpflichtung zur Mitfinanzierung entlassen werden. Die Übertragung des mit der Gesundheitsreform 2009 eingeführten Gesundheitsfonds auf die Pflegeversicherung sei ebenso abzulehnen wie eine private Zusatzversicherung.

 

Zum Abschluss der Fachtagung verabredeten SoVD Niedersachsen und die DAK-Versicherten- und Rentnervereinigung, auch weiterhin einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch zu pflegen.




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