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Amtliche Berechnungsmethode bildet realen Bedarf nur begrenzt ab

13.08.2007

Die gesetzlich festgelegte Berechnungsmethode für die Bestimmung des Eckregelsatzes wird dem realen Bedarf der Betroffenen nur begrenzt gerecht. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführte Studie. Diese zeigt, dass sich vor allem durch die Zusammensetzung der für die Berechnung der Konsumausgaben herangezogenen Bevölkerungsgruppe trotz einer faktischen Teuerungsrate rechnerisch kein höherer Eckregelsatz ergeben habe. Der Eckregelsatz ist das maßgebliche Existenzminimum für Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld II, Grundsicherung im Alter oder Sozialhilfe.

 

Die Referenzgruppe des gesetzlich vorgeschriebenen "Statistik-Modells“ rekrutiert sich aus dem unteren Fünftel der nach dem Einkommen sortierten westdeutschen Einpersonenhaushalte. Die Datenanalyse der Armutsforscher ergab, dass an diesen Menschen der wirtschaftliche Aufschwung der letzten Jahre nahezu spurlos vorbeigegangen sei. Somit haben die betroffenen Bevölkerungsgruppen ihre Konsumausgaben entsprechend angepasst und in Teilbereichen real reduziert.

Wichtige Posten wie zum Beispiel die Praxisgebühr seien bei den amtlichen Berechnungen des Bedarfs darüber hinaus gar nicht berücksichtigt, Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr seien zu niedrig bemessen worden.




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