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Apotheken: Beratungen oft fehlerhaft

14.07.2008

Im aktuellen Test der Stiftung Warentest schneiden die untersuchten Apotheken bei der Medikamentenberatung, der Herstellung eigener Rezepturen und beim Blutdruckmessen größtenteils schlecht ab. Verdeckte Tester hatten sich in 18 Apotheken in Berliner Einkaufzentren und Bahnhöfen sowie in der Discountapotheke „easy“ und einer Präsenzapotheke aus der DocMorris-Gruppe beraten lassen. Ihr Urteil: Jede zweite Apotheke weist dabei Mängel auf.

 

Insbesondere bei der Medikamentenberatung stimmten viele Auskünfte der Apotheker nicht. So wurde beispielsweise nicht auf Wechselwirkungen hingewiesen, aber auch die kritische Kombination verschiedener Präparate wurde nicht erkannt. Zwei Apotheker beantworteten sogar alle drei Fragen zu Medikamenten im Kern falsch. Auch mit der Medikamentenherstellung waren die Tester unzufrieden: Oftmals waren die benötigten Substanzen nicht lieferbar oder die hergestellte Rezeptur war nicht gelungen.

 

Beim Blutdruckmessen konnte ebenfalls keine Apotheke überzeugen. In nur 16 von 40 Fällen wurde die entsprechende Ruhezeit eingehalten. Obwohl vielfach erhöhte Blutdruckwerte gemessen wurden, wiederholten die Mitarbeiter den Test nur in vier Fällen, und auch ein Arztbesuch wurde dem Patienten selten empfohlen. Das Fazit des Tests: Acht der untersuchten Apotheken wurden mit „mangelhaft“ beurteilt, nur eine Apotheke wurde mit „gut“ bewertet.

 

 




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