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Immer mehr Beschäftigte haben ungesunde Arbeitszeiten

21.07.2008

Deutsche arbeiten zunehmend in Nacht- oder Wechselschicht und oftmals über 40 Stunden pro Woche. So arbeitet fast jeder dritte Arbeitnehmer mehr als 42 Stunden wöchentlich, obwohl die Effizienz nach acht Arbeitsstunden am Tag allgemeinen Erkenntnissen zufolge deutlich nachlässt und auch das Unfallrisiko steigt.

 

Auch der Anteil der Arbeitnehmer in Wechselschichten steigt. Mittlerweile arbeitet jeder Siebte nachts. Folge dieser Beschäftigungsform sind gesundheitliche Beeinträchtigungen. So treten Schlafstörungen, Magenbeschwerden oder Herzschmerzen häufiger auf als bei Beschäftigten mit normalen Arbeitszeiten. Auch die durchschnittliche Krankheitsdauer ist im Vergleich länger. Diese Belastungen können zu einem frühzeitigen Verschleiß führen. Die Folge: Immer mehr Arbeitnehmer treten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit in den Ruhestand. Bereits jetzt erwartet die Hälfte aller Arbeitnehmer, dass sie im Alter kaum noch beschäftigungsfähig sein werden.

 

Um diesem Trend entgegen zu wirken, sei es einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung zufolge wichtig, keine finanziellen Anreize für Wechsel- oder Nachtschichten zu bieten. Vielmehr sei ein zügiger Freizeitausgleich sinnvoll. Auch die Alterteilzeit sei eine Möglichkeit, um anfallende Belastungen zu minimieren.

 

 




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