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Hartz IV: Wohnungsgröße ist nicht entscheidend

25.08.2008

Hartz-IV-Empfängern steht eine angemessene Wohnung zu. Ob eine Wohnung als angemessen bewertet werden kann, hängt von der Miethöhe und nicht von der Wohnungsgröße ab. Dies entschied jetzt das Sozialgericht in Reutlingen und gab damit zum Teil der Klage einer Hartz-IV-Empfängerin statt.

 

Die Frau lebte alleine in einer 130 Quadratmeter großen Sechs-Zimmer-Wohnung – für 350 Euro plus 29 Euro Nebenkosten. Die zuständige Behörde hielt die Wohnung für unangemessen und forderte die Frau dazu auf, umzuziehen. Angemessen sei in diesem Fall eine 45 Quadratmeter große Wohnung mit einer maximalen Kaltmiete von 325 Euro.

 

Die Richter entschieden nun: Die Behörde darf bei ihrer Entscheidung nur die Mietkosten, und nicht weitere Merkmale wie Größe oder Baujahr einer Wohnung berücksichtigen. Somit hat die Hartz-IV-Empfängerin Anspruch auf 325 Euro Kaltmiete. Die restlichen 25 Euro muss sie jedoch selbst tragen (Az.: 12 AS 3489 / 06).

 

 

 

 




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